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Re: [rohrpost] Medien Kunst Netz
Matthias Weiß on Sun, 18 Jan 2004 22:58:10 +0100 (CET)


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Re: [rohrpost] Medien Kunst Netz


lieber armin,

man sollte die larmoyanz der medienaktivisten und ihre relevanz für das
künstlerische nicht überschätzen. vor allem nicht, was ihre
künstlerische arbeit anlangt! nicht unbedingt sollte man die
subventionsschleuder zkm in den himmel heben, aber sätze wie:

> publikationen in zusammenarbeit mit teuren kunstverlagshaeusern 
> (cantz, etc.) herauszubringen, die niemand liest und die der 
> allgemeinheit nichts bringen. es ist zeit, das zentrum an den pranger 

sind grausam und entbehren jeglicher diskussionsrelevanz.

> zu stellen und die selbstverliebtheit der dort agierenden leute, 

wen interessiert das? andersherum: warum schreibt man in öffentlichen
medien? warum setzt man sich überhaupt einem panel auf irgendeinem ach
so relevanten medienkunstfestival aus? warum publiziert man überhaupt?
schließlich wusste schon heinz erhardt, der stoßarm des radikalen
wirtschaftswunder-spießerhumors, dass es leichter sei, den mund statt
eine rede zu halten!

> angefangen von seinem leiter, der vom netz bis heute nichts kapiert 
> hat, oeffentlich bloszulegen. medien- und netzkunst im deutschen 
> sprachraum sind in einem konfusen dilemma, voll von ungeloesten, 
> unausgesprochenen widerspruechen, und dazu hat das ZZZentrum 
> wesentlich beigetragen. doch das, so schien es, ist ja alles egal. die 

so ist der lauf der dinge: das böse museum, der böse kunstverein, die
böse subventionierte kulturarbeit. räum das ding doch mal inhaltlich
auf, hinschauen: analysieren! anstatt mit larmoyanten sprachkanonen
heiße luft in tcp/ip-packets zu verwandeln!

diese ganze politkunstmafia schafft sich doch selbst die pfründe wie die
großen. nur mit weniger mitteln in heißerem verteilungskampf. da braucht
man sich doch nichts vorzumachen. warum gibt's noch keine studie
darüber? wo sind denn die promis der szene? nur lippenbekenntnisse in
rohrposten?

> guten kraefte machen ihre eigenen sachen ohnehin abseits dieses 
> institutionellen amtsschimmels, um den preis, dass der 

beispiele bitte!

> amtsschimmel ungestoert wiehern darf und zusammen mit der 
> industrie seine militante, ultrakapitalistische neokonservative 
> formulierung der medienkunst weiter verbreiten darf...usw. aus und 

es gibt en jenseits der behauptungen.

lg
matthias
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